|
| |
Geschichte Skiclub Engelberg
von
Beat Christen
Die Engelberger Skipioniere
haben vor 100 Jahren gut geplant, als sie am 20. Dezember 1903 in der damaligen
Bierlialp den Sportclub, der Name wurde spaeter in Skiclub umgewandelt,
gruendeten.
Wichtige Rolle
Der Skiclub
Engelberg fand sofort Anklang. Bereits an der Gruendungsversammlung konnten 20
Mitglieder in den Verein aufgenommen werden. Noch vor der Jahreswende fand an
Silvester 1903 eine weitere Klubversammlung statt. Dabei wurden 34 neue Aktiv-
sowie drei Passivmitglieder in den erst elf Tage alten Verein aufgenommen, womit
der Klub nun insgesamt 57 Mitglieder aufwies. Der Skiclub Engelberg entwickelte
sich in der Folge zu einem tragenden Verein im Dorfleben von Engelberg und
setzte in verschiedener Hinsicht Meilensteine. Ja, er war massgeblich an der
Entwicklung des Dorfes vom reinen Sommer- zum Wintertourismusort beteiligt. Auf
Einladung des Skiclubs weilten damals zwei norwegische Skilehrer in Engelberg,
die einer illusteren Schar von angehenden Wintersportlern das ABC des Skifahrens
beibrachten. Die Skifahrer eroberten immer mehr die Haenge rund um Engelberg und
der Bau der Standseilbahn auf die Gerschnialp im Jahre 1912, die Einweihung fand
im Januar 1913 statt, wurde im Konzessionsgesuch damit begruendet, "um ein hoeher
gelegenes Skigebiet zu erschliessen."
Als der
Titlis zum ersten Mal mit Skis bestiegen worden ist
Es war am 21. Januar 1903, als diese Meisterleistung
erstmals den beiden Engelberger Skipionieren Willy Amrhein und dem Bergfuehrer
Josef Kuster gelang. Sie machten sich am Morgen auf und kehrten erst am Abend
gegen 19 Uhr wieder ins Dorf zurueck. Gemaess den
Ueberlieferungen von Willy Amrhein im
Skitourenbuch des Skiclubs erfolgte der Aufstieg von Engelberg aus via
Untertruebsee, Waeschplatte, Hotel Truebsee, Stand und Rotegg zum Gipfel. Eine
Meisterleistung, wenn man bedenkt, dass sie damals noch nicht ueber Felle wie man
sie heute kennt als Aufstiegshilfe verfuegte. Willy Amrhein und sein Begleiter
Josef Kuster benoetigten denn auch beinahe acht Stunden fuer den Aufstieg. Die
Abfahrt gelang den beiden exzellenten Skifahrern dann weit schneller.
|